Zwei Dinge, die ich liebe: Erschaffen und Vollenden. Create und Finish.
Das Erschaffen ist dieser Moment, wo etwas entsteht. Und das Finish ist, wenn es fertig ist. Geschafft. Abgeschlossen. Dieses Gefühl des Ankommens ist meins.
Ich ertappe mich aber in letzter Zeit immer wieder, wie ich aus dem Create-Modus herausfalle. Dabei hat Kreativität so viel damit zu tun, einfach spazieren zu gehen, über die Story nachzudenken, das Buch in Gedanken zu tragen. Schon allein das Nachdenken erschafft etwas. Leider erlaube ich mir das viel zu selten, weil ich denke: Dann bist du aber faul.
Dabei ist es so wichtig, sich daran zu erinnern: Träumen erschafft die Story. Nachdenken erschafft die Geschichte. Create bedeutet nicht nur Schreiben, es bedeutet auch Nachdenken, Träumen, Spazierengehen und sich öffnen für die Geschichte, die erzählt werden will.
Dann gibt es den Finish-Teil. Ich bin sehr gut im beenden. Im Job schreibe ich ständig Berichte, in meiner Kolumne sowieso: ersten Entwurf raus, einmal überarbeiten, fertig. Ich liebe dieses Gefühl, weil mein Gehirn ständig neue Ideen ausspuckt. Finish ist für mich keine Disziplin, es ist ein Sehnsuchtsort, den ich gerne mehrmals besuche.
Zum Finish gehört für mich auch Accountability, (wörtl. Rechenschafftspflicht) also Messbarkeit. Jeden Tag in einer Tabelle notieren: Wie viele Minuten habe ich geschrieben, wie viele Wörter? Und dann zu sehen, wie es wächst. Noch lieber male ich mit Buntstiften auf Karopapier Säulen: 10 Kästchen für 10 Minuten, 30 für 30. Am Ende entsteht ein buntes Bild und die Gewissheit, ich komme meinem Ziel näher.
Das ist meine Creafino-Methode: Ich widme mich der Kreation, dann der Struktur und Messbarkeit. Ich baue meine Schreibgewohnheit auf und pflefe sie, mache seinen Fortschritt sichtbar, und weiss dann: Ich bin auf dem richtigen Weg.
Warum Creafino? Ich liebe es, eigene Wörter zu kreieren! Also: Das ist meine Creafino-Methode, um Bücher zu schreiben.
Wie arbeitest Du? Gerne würde ich von Dir lesen.

